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Koffer packen

Mittwoch starten Christian, Timo und ich von Hamburg nach Togo. In Brüssel werden wir dann auf Gerd und Albrecht treffen, die aus Freiburg anreisen. Doris, Mario und Jens-Peter sind dann schon unterwegs, sie fliegen über Paris. Gegen 18 Uhr werden wir uns mit ihnen und dem Rest der Truppe in Lomé treffen, so auch mit Christof und Achim, die sich im Moment gerade 11,8 km über der algerischen Wüste befinden.

Viele hatten mich angesprochen, ob es irgendwo eine Berichterstattung über unser Vorhaben gibt, in Benin, Togo und Ghana drei Marathons laufen zu wollen. Eigentlich hatte ich das nicht geplant, aber einen Versuch ist es Wert – und der Versuch ist diese Seite. Ob es in Westafrika eine ausreichende Internetverbindung gibt, ob ich große Lust verspüre, nach einem Marathon bei 39 °C noch lange Texte zu verfassen oder ob ich an der virtuellen Tastatur des Tablets verzweifele, werdet ihr sehen. Oder nicht, dann ist sicher eine dieser Negativprognosen eingetroffen.

Bevor ich meinen Koffer packe, hier noch die kurze Geschichte, wie wir überhaupt auf die Idee gekommen sind, in Westafrika zu laufen: Christof veranstaltet schon seit einiger Zeit Marathonläufe, bei denen die 30 Euro Startgeld in den Stipendienfond der Mon Devoir Schule in Lomé fließen. Finanziert wird aus diesen Fonds das Schulgeld für Kinder, deren Eltern sich die 30 Euro pro Jahr sonst nicht leisten könnten. Von der spinnerten Idee auf einem dieser gemeinsamen Läufe, Togo auf rund 50 km von der Westgrenze zur Ostgrenze zu durchlaufen, wurde zwar Abstand genommen, Christof nahm aber Kontakt zu Guillaume, dem Veranstalter des Marathons in Benin, auf und plante im Anschluss noch zwei weitere Marathons in Togo und an der ghanaischen Grenze. Wir, die wir von Christofs Vorarbeit profitieren, können uns vermutlich nur wenig Vorstellung darüber machen, wie viel Arbeit hinter der Organisation steckt. Daher ist es Schade, dass nur drei Mitglieder der Stolpertruppe Winsen teilnehmen (von denen auch nur einer in Winsen wohnt, nun ja). Immerhin gehören die Veranstaltungen auch gleichzeitig zur Clubreise des 100 Marathon-Clubs Deutschland und die Marathon-Ländersammler des Country Marathon Club haben sich uns angeschlossen – schließlich ist es der erste internationale Marathon in Togo, die noch kein Läufer in seiner Sammlung haben kann. Ich freue mich jedenfalls auf die nächsten zwei Wochen.

Weitere Infos zu der Schule, die durch diesen Lauf unterstützt wird, findet ihr auf der Seite vom Verein Mon Devoir, mehr über den Coup de Coeur auf der Seite, die Christof angelegt hat.